Eine Phosphorgranate aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Sonntag den 29.04.2012 von Spaziergängern im Klever Reichswald gefunden, da die Granate beschädigt war und der ausgetretene Phosphor mit der Umgebungsluft reagierte und dadurch begann zu qualmen. Die Spaziergänger informierten umgehend die Feuerwehr & Polizei. Die eintreffenden Rettungskräfte der Feuerwehr aus Reichswalde und Materborn schütteten Zement über die noch qualmende Granate. Die Klever Polizei sowie das Ordnungsamt forderte den Kampfmittelräumdienst aus Düsseldorf an.
Wie ein zuständiger Förster vom Regionalforstamt Niederrhein sagte, käme es immer öfter dazu das so genannte Sondengänger den Klever Reichswald auf alte römische Münzen sowie Wehrmachtsorden und Parteiabzeichen absuchen, dabei gefundene Munition & Granaten werden einfach achtlos an der Oberfläche liegen gelassen.
Informationen zu Phosphorgranaten
Phosohorgranaten wurden im Zweiten Weltkrieg von britischen und amerikanischen Bombern abgeworfen. Der weiße Phosphor entzündet sich allein durch den Kontakt mit Sauerstoff und brennt dann großflächig mit einer 1300 Grad Celsius heißen Flamme ab. Dabei entwickelt sich beißender, weißer Rauch. Neben der starken Brandwirkung drohen Verätzungen von Haut und Atemwegen. Weißer Phosphor verursacht dabei Verbrennungen dritten Grades, zum Teil bis auf den Knochen.
Phosphor-Dämpfe << Die Dämpfe sind hochgiftig und können auch fünf bis zehn Tage nach der Inhalation noch zum Tod führen >>









